St. Stephan (Söcking)

St. Stephan

Auf einer Anhöhe westlich des Starnberger Sees liegt inmitten der ältesten Siedlungsgebiete Söckings die alte Pfarrkirche St. Stephan. Sie dürfte an der Stelle stehen, wo der legendäre Gründer Secco im sechsten Jahrhundert seine Hube gehabt haben soll. Das Kirchlein selbst dürfte gegen Ende des 15. Jahrhunderts erbaut worden sein. Bemerkenswert sind in der Kirche die Fresken aus dem 18. Jahrhundert die Johann Baptist Bader oder seinem Umfeld zuzuschreiben sind.
Die Söckinger Stephanskirche ist eine katholische Kirche, wird aber auch von der evangelischen  Gemeinde für ihre Gottesdienste genutzt.

Sanierung

Die Kirche St. Stephan muss in den kommenden Jahren dringen saniert werden.
Aus diesem Grund hat die Kirchenstiftung St. Ulrich Söcking ein Spendenkonto eingerichtet.
Schon jetzt ein herzliches „Vergelt’s Gott!“ an alle Spender.

Spendenkonto Sanierung St. Stephan Söcking
Empfänger:
Katholische Kirchenstiftung St. Ulrich Söcking
IBAN: DE75 7025 0150 0029 0825 00

Der Klöppel ist die stählerne Zunge einer Glocke. Er erzeugt den Ton einer Glocke. Ohne ihn wäre eine Glocke stumm. Befestigt ist er mit einer Klöppelgabel die über einen beweglichen Bügel führt und mit 2 Schrauben ø 12 mm verschraubt ist. Der Bügel ist Teil eines Rundflansches, der wiederum mit 4 Schrauben ø 16 mm an der Glockenkrone anschraubt ist. In der Klöppelgabel befindet sich eine Ledereinlage die einen metallischen Kontakt verhindert.

Bügel am Rundflansch
Leder mit Stahllasche und Schrauben M12 x 60
Klöppelblatt
Klöppelschaft

Klöppelballen als Kugelklöppel
Schwungzapfen

Der ausgestellte Klöppel war in der 1731 gegossenen Glocke in St. Stephan und wiegt 21 kg. Der Klöppel wurde bei 1.100°C in mehreren Arbeitsschritten aus bestem Stahl geschmiedet und anschließend durch Glühen angelassen. Er muss beim Anschlag auf die Glocke weich sein. Gemessen in der Einheit Brinell soll eine Härte von HB 120 nicht überschritten werden. Durch die Schlagwirkung des Klöppels verdichteten sich im Laufe der Jahrzehnte die Eisenkristalle bzw. die Korngrenzen und die Härte nimmt zu. Er hat also nur eine begrenzte Lebenserwartung in der Größenordnung von rund 100 Jahren. Er muss exakt ein genau abgestimmtes Gewicht haben um nicht in der Mitte stehen zu bleiben, oder beim Schwingen der Glocke nach unten zu fallen.
Ein idealer Klöppel muss sanft und einfühlsam einen Ton erzeugen. Beim Läuten treten immer zwei Klangkomponenten auf. Beim Klöppelanschlag vernimmt man zuerst den kräftigen metallisch klingenden Schlagton, nach dem die Tonhöhe der Glocke bestimmt wird. Erst danach werden die sogenannten Summtöne der Glocke hörbar. Sie sind in ihrer Intensität geringer als der Schlagton, klingen aber um ein vielfaches länger nach, weil ihre Dämpfung entsprechend gering ist.
Der im Kirchturm von St. Ulrich im Schutt gefundene Klöppel wurde von einem Mitglied der Kirchenverwaltung in seine Einzelteile zerlegt, gereinigt, entrostet, grundiert und lackiert. Fehlende Teile wurden ergänzt, die Gewinde nachgeschnitten und wieder zusammengebaut.
Er soll als Lehrstück für das Verständnis seiner Konstruktion und Funktion dienen und ist daher vorläufig im Schaukasten des Uhrwerks von St. Stephan mit ausgestellt. Ein endgültiger Platz muss noch nach der Sanierung von St. Stephan gefunden werden.

Söcking, anno Domini im Februar 2020

Die Kanzel von St. Stepahn

Die Kanzel in St. Stephan ist ein Zeitzeugnis mittelalterlicher Handwerkskunst.
Bei der letzten großen Sanierung in den Jahren 1977-1980 wurde die Treppe auf die Kanzel entfernt.
Gott sei Dank wurde die Treppe nicht entsorgt, sondern in Einzelteilen im Dachboden deponiert.

Es wäre schön, wenn bei der aktuellen Sanierung dieTreppe saniert und wieder an die Kanzel angebracht werden kann.
Um dies zu ermöglichen, benötigen wir ihre Hilfe mit kleinen und großen Spenden!

 

Eine neue Rampe zu St. Stephan

Das auf einem Moränenhügel thronende alte Söckinger Dorfkirchlein St. Stephan wird derzeit über 8 Treppenstufen von der Andechserstraße und eine lange Treppe von der St. Stephan-Straße aus erschlossen. Erdbestattungen waren nicht mit maschinellem Einsatz möglich und die Gräber mussten per Hand ausgeschaufelt werden. Daher fanden in den letzten Jahren kaum noch Bestattungen auf dem alten Dorffriedhof statt.

Auch für die anstehenden Sanierungen der Kirche stellen die Treppen ein Hindernis dar und würden zusätzliche Kosten für den Material- und Werkzeugtransport verursachen.
Da traf es sich vortrefflich, dass die Kreuzung von Andechser- und Bismarckstraße im Zuge der Beseitigung von Defiziten in der Verkehrsführung von Fußgängern und Radfahrern im Rahmen des ISEK und der Städtebauförderung umgestaltet werden soll. Es ergab sich daher die Möglichkeit das Kirchlein über eine Rampe barrierefrei erschließen zu können.
Am bestehenden Standort der Müllbehälter für die Andechserstraße 33 beginnend ist eine viertelkreisförmige Rampe mit maximal 6 % Steigung und 3 ebenen Ruhepodesten für Rollstuhlfahrer oder Rollatornutzer gemäß den Anforderungen der DIN 18040 bis in den Friedhof hinein geplant. An deren Ende ist auch ein neuer Brunnen zur Gräberbewässerung geplant. Vom mittleren Ruhepodest führt noch eine Treppenanlage mit 10 Stufen zur Andechserstraße. Insgesamt eine sowohl städtebaulich als auch praktikable gut gelungene Lösung.
Die Rampe ist daher eine wichtige Voraussetzung für die Sanierungsarbeiten von St. Stephan. Die Stadt Starnberg kann im Rahmen des Städtebauförderungsprogrammes zur Stabilisierung und Aufwertung von Wohnumfeld, der Infrastrukturausstattung und der Qualität des Wohnens mit einem staatlichen Zuschuss bis zu 60% rechnen. Einzelne Strömungen im Starnberger Stadtrat sind daher kontraproduktiv.

Bleibt zu hoffen, dass die Baumaßnahmen bis zum Beginn der Sanierungsarbeiten von St. Stephan abgeschlossen sind. Das bedeutet die Rampe noch in 2020 fertigzustellen.

Gruppen- & Arbeitskreise

Die Kirchenmusik ist ein wichtiger Bestandteil der Liturgie.
Nähere Informationen zum kirchenmusikalischen Angebot in unseren Kirchen,
bekommen Sie von unserem  Kirchenmusiker Andreas Haller
Telefon: 0176-64454981
E-Mail: kirchenmusik.starnberg@katholisch-in-starnberg.de