Interview mit Rückblick auf fast 45 Jahre als Mesner von Starnberg
Das Interview mit Hans Raphael wurde von Fabian Cichlar, Emilia Gottwald und Feli Wittmann (Ministranten) geführt.
Wie alles begann
Frage:
Du bist jetzt schon knapp 45 Jahre im Dienst – das ist ja eine lange Zeitspanne. Wie hat das Ganze angefangen? War das schon immer geplant, oder hat sich das eher entwickelt?
Hans Raphael:
Es hat sich tatsächlich entwickelt. Aber der Wunsch war eigentlich schon von frühester Kindheit an da. In meiner Heimatpfarrei war das mein Umfeld – wir haben direkt neben der Kirche gewohnt, beim ehemaligen Rathaus. Mein Vater war städtischer Beamter, und wir wohnten in einer Beamtenwohnung, quasi einen Steinwurf von der Pfarrkirche entfernt. Sobald die Glocken geläutet haben, bin ich in die Kirche marschiert – das war ganz selbstverständlich.
Damals hat man kaum außerhalb gewohnt, man war eng mit der Gemeinde verbunden. Ich war natürlich, wie fast alle in meinem Umfeld, bei den Ministranten dabei – das war ganz normal, genau wie die Kommunion. In den Ministrantendienst bin ich 1970 gekommen, damals noch unter Pfarrer Stapf, dem Vorgänger von Pfarrer Konrad Schreiegg.
Die Ministrantengruppe war damals eine reine Bubengruppe, nicht sehr groß und ziemlich streng geführt, wie es zu dieser Zeit üblich war. Man traf sich einmal in der Woche, hat die Einteilung gemacht, und wenn man mal nicht gehört hat, dann ging es noch anders zu als heute. Das war für uns damals völlig normal – ich möchte diese Zeit rückblickend gar nicht schlechtreden, im Gegenteil.
Neben den Ministranten war ich auch bei der Pfarrjugend aktiv, der PJSG – der Pfarrjugendschaft St. Georg –, die damals eine sehr aktive Gruppe war. Alles war katholisch geprägt: erst die Ministrantenzeit, später als junger Erwachsener dann die Katholische Junge Gemeinde und Kolping. So bin ich in alle diese Gruppierungen hineingewachsen.
Mein späterer Vorgänger im Mesnerdienst, mit dem ich sehr gut befreundet war, hat hier – wenn ich mich richtig erinnere – 1973 oder 1974 seinen Dienst begonnen. Ich habe ihm immer geholfen, weil er nur ein paar Meter von uns weg wohnte, und habe schon als Dreizehn- oder Vierzehnjähriger bei den Ausräumarbeiten mitgeholfen und ihn vertreten. So bin ich in dieses ganze Geschehen hineingeraten.
Als die Frage anstand, was man außerhalb des priesterlichen Berufs werden könnte, war für mich schnell klar: Wenn sich irgendeine Möglichkeit ergibt, in diese pastorale Richtung zu gehen – sei es als Gemeindereferent oder eben als Mesner –, dann würde ich das ergreifen.
Die Entscheidung für den Beruf
Diese Chance kam 1982: Mein Vorgänger heiratete die damalige Gemeindereferentin und zog nach Oberstdorf. Damit wurde die Mesnerstelle frei. Für mich war das zunächst ein Problem, denn ich musste ja erst eine entsprechende Ausbildung machen.
Es war noch eine Zeit, in der das Handwerk seinen berühmten „goldenen Boden“ hatte – man machte damals immer zunächst eine Handwerksausbildung, weil sie einem später für vieles nützlich war. Ich habe also eine Handwerksausbildung bei einer sehr familiär geführten Firma in Pöcking gemacht, der Firma Walter, einem KFZ-betrieb, den es heute noch gibt. Mein damaliger Chef war mir immer sehr wohlgesonnen, wenn ich kurzfristig für kirchliche Dienste – etwa Beerdigungen – freinehmen musste.
1982 kam dann noch etwas anderes dazu: Ich hatte meine Einberufung zum Militärdienst zum 1. August 1982. Ich hatte parallel schon die Prüfungen für das Musikkorps bestanden – die Kaserne war in Philippsburg, damals war ja noch Bonn die Bundeshauptstadt. Ich hatte also die Zusage für eine Karriere als Heeresmusiker.
Und dann stand ich vor einer echten Lebensentscheidung: Gebe ich für den Beruf, den ich immer wollte, die Musiklaufbahn bei der Bundeswehr auf? Das war für mich damals eine wirklich schwierige Entscheidung. Am Ende habe ich mich vernünftigerweise für den kirchlichen Beruf entschieden und habe zum 1. Juli 1982 hier die Nachfolge meines Vorgängers angetreten.
Pfarrer Konrad Schreiegg, mit dem ich dann zusammengearbeitet habe, war eine mit meiner Familie verbundene Persönlichkeit – er war schon seit 1973 hier in Starnberg und hatte meine ganze Entwicklungsphase als Jugendlicher mitbegleitet und geprägt. Insofern war eigentlich vorprogrammiert, dass daraus eine gute Sache werden würde. Wir haben uns gut ergänzt und gegenseitig vertraut: Er hat mir in vielen Dingen freie Hand gelassen, auch was die Kreativität betraf, und am Ende hat er nur die wirklich wichtigen Entscheidungen selbst getroffen. So bin ich am 1. August 1982 in diesen Beruf gegangen und habe meine Musikkarriere sozusagen an den Nagel gehängt.
Der erste Tag – und warum er sich kaum erinnert
Frage: Man sagt ja immer, der Beginn von etwas Neuem ist etwas Besonderes. Erinnerst du dich noch an deinen ersten Tag oder deinen ersten Gottesdienst als Mesner?
Hans Raphael:
Ehrlich gesagt nicht besonders, weil der Übergang für mich nahtlos war. Ich hatte im Grunde schon vorher gemacht, was ich dann beruflich weitergeführt habe, nur eben in meiner Freizeit statt beruflich. Sobald ich von der Arbeit kam, bin ich in die Kirche marschiert, das war einfach nicht anders.
Unsere Wohnung lag ungefähr auf Höhe der Schallfenster des Kirchturms, sodass wir im Wohnzimmer sogar hören konnten, wenn geläutet wurde. Ich habe dann im Grunde einfach hauptberuflich weitergemacht, was ich vorher schon nebenbei gemacht hatte, mit entsprechend mehr Intensität. Deshalb kann ich mich auch nicht an „die ersten“ Gottesdienste in meiner neuen, hauptberuflichen Rolle erinnern, für mich war es einfach nichts Besonderes, weil es eine so nahtlose Fortsetzung war. Das wirklich Besondere kam erst später, als ich anfing, mir eigene Gedanken über die Gestaltung zu machen.
Der Alltag als Mesner – früher und heute
Frage: Wie sah so ein Tag für dich damals als frisch gebackener Mesner aus?
Hans Raphael:
Das lässt sich heute kaum noch nachvollziehen, weil sich das Gottesdienstaufkommen völlig verändert hat. Damals war Starnberg eine eigenständige Pfarrei, heute sind wir eine Pfarreiengemeinschaft aus vier ehemals eigenständigen Pfarreien. Damals spielte sich für uns hier im Ort alles ab, und wir hatten eine enorme Anzahl an Gottesdiensten, die es heute so nicht mehr gibt.
Das lag unter anderem daran, dass wir immer einen Kaplan hatten und über viele Jahre sogar noch einen sogenannten Benefiziaten – das heißt, es waren am Ort immer zwei bis drei Geistliche zugleich. Dazu kam noch ein Altenheim, dort wo heute die städtische Musikschule ist, in dem praktisch täglich gefeiert wurde. In unserer Kirche haben wir von Montag bis Sonntag jeden Tag Gottesdienste gefeiert – es gab keinen freien Tag. Und diese Werktagsgottesdienste waren, was man sich heute fast nicht mehr vorstellen kann, gut besucht: Ich erinnere mich an zwischen 50 und 70 Besucher, morgens früh um 7 Uhr oder abends um 18 Uhr.
Das war also mein tägliches Geschäft. Dazu kam natürlich die Gestaltung der Kirche, die für mich zunehmend mehr Zeit in Anspruch nahm – kreativ sein, thematisch arbeiten, gerade in den sogenannten „geprägten Zeiten“ wie Advent, Fastenzeit oder Osterzeit, in denen man immer wieder etwas Besonderes gestalten wollte. Diese Aufgabe lag früher teilweise noch bei den Kaplänen, aber weil die Kaplanswechsel sehr regelmäßig waren – meist nach ein bis zwei Jahren –, war es schwierig, mit den Jugendlichen wirklich fruchtbar zu arbeiten. Junge Leute fixieren sich auf eine Person, die dann schon wieder wegversetzt wird. Deshalb ist diese Aufgabe zwangsläufig mehr und mehr mir zugefallen.
Das habe ich gerne gemacht, weil ich ja selbst aus der Ministranten- und Jugendgruppe kam. Gerade in den ersten Jahren habe ich mit jungen Leuten gearbeitet, mit denen ich selbst noch kurz zuvor in derselben Gruppe war. Das hat gut funktioniert.
Aufgaben und Verantwortung: Der „Hausherr“ der Kirche
Hans Raphael:
Zum klassischen Alltag gehörte natürlich auch die Sorge um die Kirche selbst – meiner Berufsbezeichnung entsprechend bin ich ja gewissermaßen der „Mansionarius“, der Hausherr beziehungsweise Hausverwalter. Ich habe versucht, alles, was anfiel, selbst zu erledigen, und hatte dabei über viele Jahre zum Glück freie Hand: Wenn irgendwo etwas anzuschaffen oder zu richten war, musste ich nicht groß nachfragen, sondern konnte es einfach selbst machen. Dabei hat mir meine handwerkliche Ausbildung natürlich ein Stück weit geholfen.
Das hat sich im Laufe der Jahrzehnte allerdings etwas geändert – doch dazu später mehr.
Frage: Gab es unter all den Aufgaben welche, die dir besonderen Spaß gemacht haben, und welche, die eher weniger Spaß gemacht haben?
Hans Raphael:
Am meisten Spaß hat mir – auch heute noch – die Arbeit mit der Jugend gemacht, mit jungen Menschen. Das war schon damals so und ist bis heute so. Wenn die Chemie stimmt, lässt sich unglaublich viel bewegen; wenn irgendwo Spannungen da sind, bewegt sich dagegen kaum etwas. Wir hatten aber immer das Glück, dass wir viele junge Menschen um uns hatten, deren Familien ich oft auch persönlich kannte. Da war über all die Jahrzehnte ein großes Miteinander im besten Sinne des Wortes möglich, und vieles, was heute noch läuft, hat seinen Ursprung genau in dieser Jugendarbeit – auch die Fastenzeit-Aktionen, die dieses Jahr wieder stattgefunden haben.
Sehr viel Freude hat mir außerdem das gemeinsame Musizieren gemacht, das mit jungen Leuten oft leichter möglich ist als mit Älteren – man kann sie noch stärker formen und einbinden. Damals gab es noch kein Internet und keine Smartphones, sondern ganz andere Formen der Kommunikation: Treffen, gemeinsame Unternehmungen. Dafür hat man viel Zeit investiert, die man einfach hatte.
Musik und Liturgie – ein Steckenpferd
Hans Raphael:
Auch über die Musik ließ sich sehr viel bewegen, das war mein Steckenpferd. Und ebenso die Liturgie – also die Form des Gottesdienstes im weitesten Sinne. Mir war immer wichtig, dass ein Gottesdienst schlüssig und stimmig ist. Wenn ich hier und dort mal ein Stück Text oder ein Lied erlebt habe, das nicht zusammenpasste, fand ich das immer schade.
Gott sei Dank hatten wir fast immer Pfarrer, denen das ebenfalls wichtig war, dass das Ganze eine Form behält, in der sich die meisten Menschen wiederfinden und wohlfühlen können. Das waren so meine Akzente.
Besondere Erlebnisse und Feste
Es gab einige Gottesdienste und Anlässe, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind – etwa die Gottesdienste mit hochrangigen geistlichen Herren, mit Bischöfen und Kardinälen. Ich erinnere mich an Kardinal Höffner, der einige Jahre zur Erholung in einem Starnberger Krankenhaus war und mit dem ich täglich eine kleine private Messe feiern durfte, gemeinsam mit seinem Sekretär – das waren schöne Erlebnisse. Genauso unser Bischof Dr. Stimpfle, der ebenfalls einige Jahre hier zur Erholung war und mit dem ich in ganz kleinem Kreis jeden Tag Gottesdienst feiern konnte.
In Erinnerung bleiben natürlich auch die großen Feste, die wir hier gefeiert haben: 1983 das 50-jährige Bestehen unserer Kirche, und vor drei Jahren dann das 90-jährige Jubiläum. Bei der 50-Jahr-Feier war noch der damalige Pfarrer dabei, der zur Zeit des Kirchenbaus Kaplan hier war und der mich sogar getauft hat. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde damals drei Tage lang gefeiert: Am ersten Tag, meist einem Freitag, gab es eine Lichterprozession mit rund tausend Menschen durch Starnberg. Am zweiten Tag feierten wir das Pfarrfest am alten Pfarrhof mit Tanzabend und Grillerei – unglaublich schön. Und am dritten Tag fand der große Festgottesdienst mit Prozession von St. Josef hinunter nach St. Maria statt, wieder mit einer Menschenmenge, wie man sie sich heute kaum noch vorstellen kann.
Solche Dinge bleiben in Erinnerung. Es erschüttert mich fast, festzustellen, dass wir bei ähnlichen Anlässen heute nur noch einen Bruchteil der Menschen erreichen. Diese Entwicklung habe ich mir sicher nicht selbst zuzuschreiben – sie ist einfach der Entwicklung unserer Gesellschaft geschuldet, in der Glaube, Religion und das Zusammengehörigkeitsgefühl kaum noch eine große Rolle spielen.
Es gab natürlich auch viele lustige Momente, gerade durch unsere geistlichen Kollegen – allen voran Dr. Engelbert Maximilian Buxbaum, der hier viele Jahre zusammen mit Pfarrer Konrad Schreiegg gewirkt hat und als Bistumshistoriker bekannt war. Er hat uns über Jahrzehnte viel geholfen und viele Gottesdienste gefeiert, war aber vor allem eine unglaublich unnachahmliche Persönlichkeit – mit Witz und Humor an der Tagesordnung. Er und der damalige Pfarrer Konrad Schreier haben sich gegenseitig in einer ganz eigenen, unnachahmlichen Art mit Wortwitz überboten, teils im halb lateinischen, halb deutschen Fantasiejargon. Das war eine wunderbare Atmosphäre.
Eine schwere Zeit: Die Corona-Jahre
Frage: Wenn du an deine ganze Zeit als Mesner zurückdenkst – was hat dich persönlich geprägt oder verändert, was bedeutet dir dieser Dienst?
Hans Raphael:
Der Dienst bedeutet mir nach wie vor sehr viel, genau wie mein katholischer Glaube – daran hat sich all die Jahre nichts geändert. Der Glaube war bei uns von klein auf verankert, geprägt vor allem durch meine Mutter und meine Großmutter. Mein Vater war Protestant, was damals für eine Ehe zwischen einer Katholikin und einem Protestanten keine ganz selbstverständliche Sache war – der evangelische Partner musste damals sehr viel zurückstecken. Dadurch waren wir schon von klein auf sehr geprägt, und das trägt mich bis heute: Ich bin nach wie vor von meinem katholischen Glauben durchdrungen und lebe ihn, allerdings eher pragmatisch als in einer allzu komplizierten Form. Eine übertrieben fromme Attitüde habe ich nie gemocht – aber Farbe bekennen, auch wenn es manchmal anstrengend war, das schon.
Im Laufe der Jahre gab es natürlich auch immer wieder Zweifel, meist ausgelöst durch Enttäuschungen im kirchlichen Umfeld oder durch die Entwicklungen vor Ort, wenn Menschen sich zurückgezogen haben oder wenn es Personalwechsel gab. Da habe ich mich schon manchmal gefragt, ob ich eigentlich noch weitermachen will. Aber am Ende hat immer überwogen, dass ich den Dienst gerne mache und das gilt bis heute. Und dabei spielt wieder die Jugendarbeit eine große Rolle, weil wir immer aus einer Fülle an jungen Menschen schöpfen durften, die sich bei uns anscheinend wohlgefühlt haben.
Die schlimmste, prägendste Phase meiner ganzen Dienstzeit waren aber ohne Zweifel die drei Jahre der Corona-Pandemie. Rückblickend war ich damals fast daran zerbrochen. Dass wir überhaupt weiter Gottesdienste feiern konnten, lag auch daran, dass viele Menschen uns wohlgesonnen waren und mitgetragen haben – erinnert euch nur an die vielen Regeln, die wir damals einhalten und organisieren mussten, obwohl sie nicht von uns kamen, sondern vom Gesetzgeber vorgegeben waren.
Was mich besonders enttäuscht hat: In dieser Zeit trennte sich für mich die Spreu vom Weizen. Manche vermeintlich „fromme“ Menschen entwickelten plötzlich ein Eigenleben und weigerten sich beharrlich, zum Wohle der Allgemeinheit ganz einfache Regeln einzuhalten. Auf offener Straße mag ich das noch irgendwie akzeptieren, aber bei Menschen, die eigentlich in die Kirche kommen, um Gott zu dienen, hat mir das den Boden unter den Füßen weggeschlagen. Das waren am Ende nur eine Handvoll Menschen, aber sie haben es geschafft, das Vertrauen nachhaltig zu beschädigen und ausgerechnet jene, die nach außen freundlich, gottesfürchtig und fehlerlos wirken, haben unsere Strukturen mit am meisten kaputt gemacht.Funktioniert hat es damals nur dank all jener, die drei Jahre lang mitgeholfen haben, dass wir Sonntag für Sonntag Gottesdienst feiern konnten – ich erinnere mich zum Beispiel an gemeinsame Filmaufnahmen und andere kreative Aktionen, mit denen wir versucht haben, Begegnung im Rahmen des jeweils geltenden Regelwerks zu ermöglichen. In all den Jahrzehnten war für mich nichts so negativ prägend wie diese drei Jahre.
Rückblick: Worauf er stolz ist
Frage: Umgekehrt gefragt: Worauf bist du besonders stolz, wenn du auf deine Jahre zurückblickst – wo siehst du, dass du etwas positiv vorangebracht hast?
Hans Raphael:
Das ist schwierig, seine eigenen Erfolge selbst zu beurteilen. Aber ich bin schon stolz auf die bis heute funktionierende Ministrantenarbeit, so wie sie sich entwickelt hat. Seit ich diese Aufgabe – die Leitung der Jugendarbeit – 2019 offiziell abgegeben habe, läuft sie weiter, und das freut mich sehr. Mit dem Alter wurde es einfach zu viel: Man hat nicht mehr denselben Elan wie früher, um zum Beispiel große Fahrten zu organisieren. Mitmachen kann ich noch, meinen Senf dazugeben auch – aber die treibende Kraft dahinter zu sein, das schaffe ich nicht mehr.
Stolz bin ich außerdem auf unsere gemeinsamen musikalischen Projekte, die wir über die Jahrzehnte entwickelt haben und die im Grunde bis heute weiterlaufen, auch wenn es zunehmend schwieriger wird. Wir waren hier in vielen Dingen Vorreiter – etwa mit unserer Mini-Band, einem Ensemble von rund 30 Ministrantinnen und Ministranten, mit dem wir hochwertige Konzerte in einem für Starnberg völlig neuen Musikstil gegeben haben. Andere Schulen und sogar die Musikschule haben diese Formen später übernommen. Dass wir damit junge Menschen begeistern konnten, macht mich noch heute stolz.
Ebenso stolz bin ich darauf, dass wir unsere Kirche zu den großen Festen immer sehr aufwendig und mit eigenen Kräften dekoriert haben, statt professionelle Firmen zu engagieren. Das mit eigenen Leuten, eigenem Material und eigenen Fähigkeiten zu stemmen, haben wir über viele Jahrzehnte praktiziert – und ich hoffe, dass das auch künftig so weitergeht.
Veränderungen in Kirche und Gesellschaft
Frage: Was hat sich sonst noch stark verändert?
Hans Raphael:
Ein großer Einschnitt ist, dass wir seit einigen Jahren eine Pfarreiengemeinschaft aus vier ehemals eigenständigen Pfarreien sind, mit weniger Personal, das für ein deutlich größeres Gebiet zuständig ist. Dadurch verteilt sich das gottesdienstliche Angebot heute anders und ist nicht mehr auf eine Kirche konzentriert. Das ist eine ganz normale Entwicklung – Katholiken werden überall weniger, und entsprechend reduziert sich zwangsläufig auch das Angebot. Das ist keine Starnberger Besonderheit, sondern zieht sich durch ganz Deutschland.
Verändert hat sich auch das Bewusstsein: Ein klares Bekenntnis zur Kirche findet heute kaum noch statt, selbst bei praktizierenden Christen nicht mehr. Es ist einfach nicht mehr „cool“, sich offen zum christlichen Glauben zu bekennen – früher war man stolz darauf, zu sagen: Ich bin Katholik, ich bin Protestant, ich bin Christ. Schade finde ich das besonders angesichts der gegenläufigen Entwicklung bei anderen Religionen, etwa dem Islam, deren Anhänger ihre Feste regelmäßig und selbstbewusst feiern und sich immer stärker in unserer Gesellschaft etablieren, während wir Christen uns eher zurückziehen.
Mein persönliches Fazit daraus: Wir sollten uns auf das konzentrieren, was wir wirklich gut können, und das dann auch richtig gut machen – statt vieles nur mit halber Kraft zu erledigen. Wir haben über die Jahre viele Ideen gehabt, aber immer nur einen kleinen Bruchteil davon wirklich umsetzen können. Das sehe ich als typische Begleiterscheinung dieser Entwicklung.
Was mich freut: Bei den Sonntagsgottesdiensten haben wir hier noch eine verhältnismäßig stattliche Gemeinschaft – das ist noch stabil, wenn auch nur, wie ich vermute, für eine begrenzte Zeit. Mittelfristig wird es aber ein Umdenken brauchen, was die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten betrifft – die Frage, wie lange wir noch so viele Kirchen wie bisher bespielen können.
Ein Meilenstein: Mädchen als Ministrantinnen
Hans Raphael:
Ursprünglich war die Ministrantenarbeit wie überall eine reine Männerangelegenheit, so wie der Dienst in der Liturgie insgesamt lange als Männersache galt. Auch ich bin so in diese Gruppe hineingewachsen, und für uns war völlig klar: Nie im Leben würde ein Mädchen ministrieren. Die Begründung war eindeutig: Das ist unser Job.
Das hat sich dann aber in den 1980er-Jahren verändert, im Zuge der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung, man konnte es damals kaum als bewusste Gleichberechtigungsdebatte bezeichnen, aber es entwickelte sich eben ganz natürlich über die Geschlechtergrenzen hinweg. Irgendwann Anfang der 1990er-Jahre standen dann drei Mädchen nach der Kommunion neben mir und dem Pfarrer und fragten schlicht: Warum dürfen wir eigentlich nicht ministrieren?
Wir hatten in dem Moment ehrlich gesagt kein wirkliches Gegenargument. Der damalige Pfarrer und ich haben uns beraten und die damals maßgeblichen Ministranten zur Seite genommen und gesagt, dass wir uns mit dem Gedanken tragen, Mädchen aufzunehmen. Überraschenderweise stießen wir dabei überhaupt nicht auf die erwarteten Ablehnungen, sondern es fanden alle supercool. Zwar gab es vereinzelt Widerstand, allerdings legten sich diese Spannungen sehr schnell und so waren die ersten Mädchen mit bei uns dabei.
Schließlich hat es aber gut geklappt, und viele der vorher befürchteten praktischen Probleme, wie etwa dass gemeinsame Umziehen, oder dass es in der Kirche nur eine einzige Toilette gab, lösten sich in der Praxis von selbst. Aus der gemischten Gruppe hat die Starnberger Ministrantenarbeit sogar sagenhaft gewonnen: Auf einmal waren ganz neue Aktivitäten möglich, die vorher mit einer reinen Bubengruppe undenkbar gewesen wären – neben klassischen „Buben-Aktionen“ wie Zeltlagern und Dammbau in der Schlucht kamen nun auch Gesprächskreise, Leseabende und Discos dazu. Wir haben als eine der ersten Gruppen Jugenddiscos und Kinder- sowie Jugendfasching organisiert – mit eigenen Mitteln, Handzetteln und Klassenbesuchen an den Schulen, was Hunderte Besucher anzog.
Das Verhältnis von Buben zu Mädchen hat sich über die Jahre komplett verschoben: In den ersten Jahren war es etwa halb-halb, in den 2000er-Jahren dann eher zwei Drittel Mädchen zu einem Drittel Buben. Aktuell gleicht es sich wieder etwas aus. Heute kann man sich die Ministrantenarbeit ohne Mädchen gar nicht mehr vorstellen. Interessant ist, dass wir für diese Öffnung damals sogar eine ausdrückliche Genehmigung vom Bischof brauchten, heute unvorstellbar, aber so war die Kirche damals strukturiert. In diese Umbruchphase hinein durfte ich meinen Dienst ausüben, und das habe ich mit Begeisterung miterlebt.
Der Blick nach vorn: Was kommt nach dem Abschied
Frage: Was würde dir im Ruhestand fehlen – oder gibt es Dinge, auf die du dich freust?
Hans Raphael:
Da befinde ich mich vermutlich in derselben Situation wie viele Menschen, die in den Ruhestand gehen: die Sorge, in ein Loch zu fallen. Ich hoffe natürlich, dass das nicht der Fall sein wird. Ich habe keine eigene Familie und lebe allein, insofern hätte ich dann im Grunde einfach mehr Freizeit – aber ich ahne auch, dass ich möglicherweise irgendwo wieder eine Aufgabe brauchen werde. Im Moment bin ich da noch etwas orientierungslos, wünsche mir aber, dass ich in den Bereichen, die mir bisher wichtig waren – etwa Musik –, in irgendeiner Form weitermachen kann, vielleicht auch mit Rat und Tat gefragt bin. Eine konkrete große Idee habe ich aber ehrlich gesagt noch nicht.
Worauf ich mich schon freue, ist, keine Verantwortung mehr tragen zu müssen. Vieles, was ich bisher mit viel zeitlichem Aufwand und Idealismus gemacht habe, kann ich dann vielleicht in anderen, freieren Formen weiterführen – engagieren, kreativ sein, oder einfach wandern gehen, wenn das Wetter schön ist und ich Lust dazu habe, nicht weil ich gerade Zeit habe. Der Job als Mesner ist entgegen allen arbeitsrechtlichen Vorgaben faktisch ein Sieben-Tage-Job: Man macht bewusst jeden Tag irgendeinen Dienst, auch wenn nichts Großes ansteht, weil einfach jemand für das Haus verantwortlich sein muss.
Diese Verpflichtungen ein Stück weit loszulassen, darauf freue ich mich – dass manches leichter wird und ich Dinge tun kann, wenn ich Lust dazu habe, und nicht nur, wenn zufällig Zeit ist, aber vielleicht sonst niemand mitkann. Als Mesner hast du meist einen Freundeskreis, der werktags arbeitet und daher unter der Woche selten Zeit hat, während ich als Mesner besonders am Wochenende gebunden bin.
Es ist ohnehin ein Job, bei dem man praktisch nie richtig abschaltet, auch zu Hause denkt man weiter: Was steht morgen an, was muss noch organisiert werden. Das sind zwar oft nur Kleinigkeiten, mit denen man die Welt nicht bewegt, aber sie sind trotzdem notwendig. Das hat gelegentlich auch mein privates, familiäres Umfeld genervt, wenn ich mich selbst außerhalb des Dienstes immer wieder in solchen Kategorien unterhalten habe. Das kann ich, so hoffe ich, im Ruhestand künftig besser ablegen.
Ratschläge für Nachfolgerinnen und Nachfolger
Frage: Was würdest du jemandem raten, der heute in deinen Beruf einsteigt?
Hans Raphael:
Das ist wirklich schwierig, weil sich die Verhältnisse mittlerweile stark verändert haben. Aber ein Rat gilt sicher immer: Bring dich mit eigenen Ideen ein. Davon lebt eine Pfarrei, und nur so wird man erfolgreich. Wer den Dienst nur nach Vorschrift macht, Aufgaben rein abarbeitet und abhakt, dem mag es persönlich vielleicht leichter fallen – aber am Ende ist das weder für einen selbst noch für eine Pfarrei mit Strukturen wie in Starnberg gut. Da müsste dann mehr passieren: kreativ sein und Menschen dafür gewinnen.
Das ist leichter gesagt als getan – auch ich habe mich damit oft schwergetan, weil ich von meiner Grundveranlagung her eigentlich eher jemand bin, der gerne für sich allein vor sich hin werkelt. Vieles mache ich bis heute lieber allein. Aber für viele Dinge, gerade die großen Aktionen, die wir über die Jahre gemacht haben, braucht man ein großes Potenzial an helfenden Kräften. Diese Menschen muss man gewinnen können, und man muss sie steuern.
Wenn man das nicht tut, werden Gruppen zu Selbstläufern und Selbstläufer sind in einer Pfarrei nicht zwangsläufig etwas Schlechtes, entwickeln sich aber häufig in eine Richtung, die für die Pfarrei insgesamt nicht ideal ist. Es braucht also eine gewisse Steuerung in allen Bereichen, in denen man mit ehrenamtlichen Kräften arbeitet, gerade bei Kindern und Jugendlichen, mit denen man in diesem Beruf zwangsläufig zu tun hat, ebenso wie mit den Erwachsenen, die sich sonntags im Gottesdienst engagieren, musikalisch mitwirken oder anderweitig helfen.
Wer selbst nicht in der Lage ist, diesen Weg zu finden, tut sich in diesem Beruf schwer. Wichtig ist außerdem, Idealismus einzubringen, der über eine klassische Fünf-Tage-Woche hinausgeht, die Bereitschaft, an Feiertagen, Festtagen und am Wochenende Dienst zu tun, muss man verinnerlicht haben und nicht als Problem sehen. Dann klappt es auch. Ich habe es geschafft und dabei sicherlich das eine oder andere aufgeben müssen, aber man findet mit der Zeit seinen eigenen Modus, wie man das durchlebt und tragfähig gestaltet. Kurz gesagt: offen sein, Hilfe annehmen, aber nicht einfach blind laufen lassen, sondern ein Stück weit steuern – und ansonsten einfach ausprobieren.
Abschließende Worte an die Ministranten
Frage: Zum Abschluss noch eine letzte Frage: Was möchtest du der Gemeinde, vor allem den Ministrantinnen und Ministranten sowie den Jugendlichen, mit denen du so viel gearbeitet hast, mit auf den Weg geben?
Hans Raphael:
An euch, die ihr die nächste Zeit hier weitermacht und die nächste Generation anführt, weil ihr ja jetzt junge Erwachsene seid, kann ich nur sagen: Nehmt an, was man euch hat zukommen lassen. Das hat einen unglaublichen Wert, davon bin ich zutiefst überzeugt. Man kann über Ministranten und Ähnliches vieles schmunzelnd erzählen, dafür gibt es die eigenartigsten Anekdoten. Aber ich selbst habe hier nie irgendetwas wirklich Schlechtes erlebt. Natürlich gab es Spannungen, Ärger und Streit, wir sind schließlich alle Menschen, aber nie etwas, das die grundsätzlich gute Wahrnehmung dieser Gemeinschaft infrage gestellt hätte.
Nehmt das auf, führt diese Gruppe ein Stück weiter, so wie ihr das selbst könnt, und gebt eure Motivation an die nächste Generation weiter. Nur so funktioniert es: Die einen geben es an die anderen weiter. Wenn das nicht mehr geschieht, wenn nichts mehr weitergegeben werden kann, dann verödet mit der Zeit etwas, das sich nicht mehr so leicht neu beleben lässt.
Behaltet im Hinterkopf, dass das, was ihr hier erlebt und erfahren habt, im Regelfall etwas Positives war oder zumindest selten wirklich schlecht, das darf man ruhig weitergeben. Gleichzeitig braucht eine Gruppe mit einer Altersspanne von acht bis fünfundzwanzig Jahren, also praktisch die gesamte Phase der menschlichen Entwicklung vom Kind über den Teenager bis zum jungen Erwachsenen in Studium oder Berufsleben, auch eine gewisse Ordnung und Struktur, um zusammenzuhalten.
Diese Altersspanne ist das Besondere an unserer Arbeit: Anders als etwa im Sportverein, wo man meist in festen Altersgruppen aktiv ist, funktioniert es bei uns, dass Neun- und Zweiundzwanzigjährige gemeinsam etwas unternehmen. Das gelingt aber nur, wenn eine gewisse Hierarchie besteht, nicht jeder darf alles, sondern jeder bekommt Aufgaben entsprechend seinen Fähigkeiten. Das ist mein Ratschlag an euch, was die Jugendarbeit betrifft.
Darüber hinaus möchte ich einfach sagen: Ich habe die Zeit mit euch sehr geschätzt. Es ist etwas Besonderes, wenn man sich vorstellt, dass manche von euch als Kindergartenkinder an der Hand ihrer Mutter zum ersten Mal im Kreuzweg mitmarschiert sind, so lange beobachte ich manche von euch schon. Jetzt sitzt zum Beispiel eine junge erwachsene Frau neben mir, die mich interviewt und bereits einen wichtigen Teil ihres Lebens hinter sich gebracht hat. An solche Entwicklungen erinnere ich mich gerne.
Ich denke da zum Beispiel an ganze Familien, die ich über Generationen hinweg kennengelernt habe, die alle kirchlich engagiert waren. Solche Familien gibt es viele, und es macht mich immer wieder froh, wenn ich merke, dass unsere Arbeit über die Jahre offenbar doch nicht so verkehrt war.
Blitzlichtrunde
Weihnachtsdeko oder Osterdeko? → keine eindeutige Präferenz genannt
Kirche morgens früh oder abends zusperren? → lieber früh aufsperren
Lesung übernehmen oder Kommunion austeilen? → lieber im Chorgestühl sitzen und zuhören
Viel Weihrauch oder wenig? → eher dezent
Lieber Ministrant oder Mesner? → als junger Mensch lieber Ministrant – im Grunde ist er es bis heute geblieben
St. Maria oder St. Josef? → St. Maria
Asterix oder Obelix? → Obelix
Weißbier oder Helles? → unentschlossen bei der Wahl
Liebster kirchlicher Feiertag? → Weihnachten
Der Mesnerdienst in drei Worten? → anstrengend, zeitaufwendig, kostet viel Zeit
Mit diesen Worten verabschiedet sich Hans nach fast 45 Jahren als Mesner unserer Pfarrei – mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber vor allem mit großer Dankbarkeit für die vielen Jahre, die Menschen und die Erlebnisse, die ihn all die Zeit begleitet haben.
Kommentare
Pfarrer Dr. Andreas Jall:
„Bei den 44 Dienstjahren in einem so wichtigen Posten wie dem Mesner ist Hans Raphael eine der großen Identifikationsfiguren der Pfarrei. Für Generationen von Ministranten war er die wichtigste Identifikationsfigur, die formte und begleitete. Ein wandelndes Lexikon der Pfarrei geht – kurzum ist sein wohlverdienter Ruhestand ein riesiger Verlust für uns. Viele werden ihn vermissen – auch wegen seinem als original bajuwarisches Urgestein zugehörigem Granteln, das aber immer ein großes Herz und Leidenschaft für Menschen und die Kirche verriet.“
Dr. Czopf:
„Hans Raphael könnte man als eine anschauliche „Figuration“ für Kirche bezeichnen: Sich im Dienst zu verwirklichen, während man anderen dient, die eigenen Gaben ungeniert und mutig vielfältig einzubringen und damit Gott die Ehre geben.
Wir verabschieden nämlich nicht bloß einen „Mesner“, sondern einen echt musischen Musiker, einen Blumenkünstler und auch einen Jugendkoordinator mit bayrischem Witz und echter Leidenschaft. Wenn man anhand seiner Tätigkeiten eine Stellenbeschreibung entwerfen würde, wäre er selbst der Einzige, der sich mit Aussicht dafür bewerben könnte.
Die meisten wissen es vielleicht nicht, wie angenehm und hilfreich es für einen Priester ist, wenn er sich bei jedem Anlass sicher darauf verlassen kann, dass alle Rahmenbedingungen von Kirche und Liturgie stimmen, alles bedacht ist und manch klerikale Ungereimtheit sogar liebevoll ausgeglichen wird… Danke und vergelt’s Gott!“
Dr. Richard Leopold (Kirchenpfleger Starnberg):
„Hans Raphael, den ich nicht nur seit fast 40 Jahre kenne, sondern mit dem auch seit meinem Amt als Kirchenpfleger jetzt über 14 Jahre aktiv zusammenarbeite, ist für uns in der Kirchenverwaltung das Bindeglied zwischen den kirchlichen Einrichtungen innerhalb unserer Pfarrei.
Nur die Person vor Ort, in diesem Fall unser Menser Herr Raphael, kennt die Gegebenheiten und weiß, wann Dinge innerhalb dieser Einrichtungen angepasst, verändert oder ausgetauscht werden müssen. Daher standen ich/wir in der Kirchenverwaltung immer in engen Kontakt mit ihm, um uns somit auf kürzesten Weg für die Belange unserer Pfarrei einzusetzen, und das war Herr Raphael immer enorm wichtig, denn unserer Pfarrei war immer ein enorm wichtiger Teil seines Lebens.
Danke an Hans Raphael“
Dr. Regina Leopold (1. Vorsitzende des PGR Starnberg):
„Hans im Dienst als Mesner – das war einfach eine feste Konstante in Starnberg.
In jungen Jahren haben viele Starnberg verlassen – so auch ich – sind zurückgekommen, Hans war da.
Die eigene Hochzeit, Taufen der Kinder, Beerdigungen, auf Hans war in der Liturgie stets Verlass, das hat beruhigt.
Seit acht Jahren nun bin ich engagiert im Pfarrgemeinderat in Starnberg.
Hans hat unzählige Pfarrgemeinderat Konstellationen unter verschiedenen Pfarrern erlebt und begleitet. Verständlicherweise wurden dadurch neue Ideen zuerst kritisch hinterfragt und abgewogen, dann aber auch kooperativ und mit Herzblut unterstützt. Bei Unsicherheiten und Rückfragen konnte er aus einem enormen Erfahrungsschatz schöpfen. Das war für Generationen von Pfarrgemeinderäten hilfreich und wertvoll.
Danke, an Hans Raphael für die Zusammenarbeit mit dem Gremium Pfarrgemeinderat über so viele Jahre.“


