Glocken gab es ursprünglich zunächst nur in Klöstern, wo sie zu den einzelnen Gebetszeiten läuteten. Sie sind seit dem 6. Jahrhundert bekannt. Glocken kündigen den Gottesdienst an. Gleichzeitig unterrichten sie die Daheimgebliebenen über den Fortgang der Feier. Schließlich wird seit dem Hochmittelalter durch die Glocken am Morgen, Mittag und Abend zum Gebet des „Engel des Herrn“ eingeladen. Dieses von der Kirche empfohlene Gebet beginnt mit den Worten „Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft….“ Mehrere sorgfältig aufeinander abgestimmte Glocken bezeugen Dankbarkeit und Freude etwa bei Prozessionen und Empfängen. Beim Tod oder Begräbnis eines Menschen läutet die dunkle Totenglocke. Die Glocken erhalten eine eigene Weihe, die durch Gebet und Salbung die Glocken in den Dienst der Kirche nimmt. In St. Stephan gibt es zwei Glocken. Der Glockensachverständige der Diözese Augsburg empfiehlt den Glockenstuhl unter Verwendung alter und neuer Teile neu aufzubauen, weil der Glockenstuhl samt Unterbau aus Trägerbalken in Längs- und Querrichtung vielfach verändert worden ist. Holzteile wurden geschwächt und ausgenommen, neue Elemente wenig sachgerecht zusätzlich eingebaut. Ebenso wurden nicht recht fachmännisch Winkeleisen und Stahlschienen eingebracht, um den geschwächten Stuhl wieder stabiler zu machen. In diesem Zuge sind auch die Bodenbretter der Glockenebene zu überholen bzw. zu erneuern. Löcher sind dabei zu schließen und eine begehbare Bodenklappe ist aus Gründen der Arbeitssicherheit einzubauen. Ebenso sind die Treppen zu erneuern. Die drei vorhandenen Schallläden sind ebenfalls zu überholen und mit einem sehr feinmaschigem Edelstahl- ,oder Kunststoffgewebe zu bespannen, so dass das Eindringen von Schlagregen, Flugschnee und Insekten minimiert wird. Nach den mittlerweile eingegangenen Angeboten, die noch mit dem Glockensachverständigen abzustimmen sind, liegen die voraussichtlichen Kosten in der Größenordnung zwischen € 60.000,– und € 80.000,–