Die Schuld und der Unglaube treiben den Menschen in die Flucht vor Gott.
Gott, der Herr, rief Adam zu und sprach:
Wo bist du?
Er antwortete:
Ich habe dich im Garten kommen hören,
da geriet ich in Furcht,
weil ich nackt bin,
und versteckte mich
. (Gen 3,9-10)
Nicht Gott hat sich also verborgen,
sondern der Mensch hat sich vor Gott versteckt.
Deshalb muss sich nicht Gott zeigen,
damit wir ihn erkennen können,
sondern wir müssen aus unseren Verstecken hervorkommen
und vor Gott treten. Das können wir aber nicht selbst tun.
Deshalb kommt Gott zu uns in unsere Verstecke und unsere Sünden.
Er nimmt die Gestalt des sündigen Menschen an
und zeigt sich uns,
damit wir wieder bei ihm sind.

Thomislav Ivancic